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Passivhaus in Billafingen


Unser erstes komplettes Passivhaus ist nicht irgendein Haus, sondern das von Markus Veit. Und natürlich auch eines mit besonderen Herausforderungen: der aufgrund der Hanglage von außen zugängliche Keller liegt außerhalb der thermischen Hülle und erschwert die energetische Optimierung. Eine Herausforderung, der sich der zertifizierte Passivhausplaner gerne gestellt hat.

Familie Veit

Das Konzept "Passivhaus" ist seit fast 20 Jahren bekannt und seit einigen wenigen Jahren in aller Munde - was nicht zuletzt an der Erkenntnis liegt, dass die energetische Zukunft vor allem im Nichtverbrauch von Energie liegt. Dennoch werden die Begrifflichkeiten häufig noch ein wenig schwammig verwendet, wird ein normal gedämmtes Haus gerne einmal als Passivhaus angepriesen.

Ein echtes Passivhaus zeichnet sich, abgesehen von den einschlägigen Normen und Werten, in erster Linie durch eine sehr gut gedämmte, wind- und luftdichte Außenhülle, durch ein kontrolliertes Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung, wärmebrückenfreie Übergänge und die Ausnutzung der solaren Gewinne durch eine günstige Ausrichtung des Gebäudes aus. Als Grundgedanke gilt, dass wertvolle Energie erst gar nicht verbraucht werden soll.

Auch, aber nicht nur der kontrollierten Be- und Entlüftung wegen bedeutet "Passiv Wohnen" nicht zuletzt, komfortabel zu wohnen. Wer passiv baut, baut Wert erhaltend, und wer passiv denkt, muss aktiv werden.

Im Fall des Hauses von Markus Veit sind wir sogar sehr aktiv geworden. Die Bodenplatte aus vorgefertigten Holzelementen und die Dachelemente haben wir mit Zellulose gedämmt, die Außenwände aus Ständerwänden ebenfalls mit Zellulose und Holzweichfaserplatten.

Was so vielleicht gar nicht sonderlich spektakulär klingt, ist die Basis für ein Passivhaus modernster Prägung: trotz der nicht ganz einfachen Rahmenbedingungen am Hang ist es uns gelungen, die U-Werte sämtlicher Wand-, Boden- und Dachelemente deutlich unter die jeweiligen Grenzwerte zu senken. Könnte natürlich auch ein wenig damit zu tun haben, dass wir uns intensiv mit der Frage befassen, wie Häuser funktionieren.

Aber wir wollen der Wahrheit die Ehre geben: einen kleinen Kaminofen für den Restwärmebedarf haben wir schon eingebaut.

Fakten zum Passivhaus in Hanglage

Kurzbeschreibung
Neubau eines Passivhauses in Billafingen. Die Besonderheit ergab sich durch die Hanglage und die nicht ganz optimale Südausrichtung, die durch den Bebauungsplan vorgegeben wurde. Die energetischen (Maximal-) Grenzwerte wurden dennoch deutlich unterschritten.
Rolle der Zimmerei Veit
Planung, Bauleitung, Umsetzung. Alles.
Konkret:
Planung, Bauleitung, Umsetzung. Alles.
Baujahr, Bauzeit
2011
technische Daten
Hanglage, halb Unterkellert, von außen zugänglicher Keller, -außerhalb der thermischen Hülle.
Bodenplatte aus vorgefertigten Holzelementen, zellulosegedämmt
Außenwände aus vorgefertigten Ständerwänden,
Ständer als Box-Träger, 30 cm tief,
außenseitig 6 cm Holzweichfaserplatte,
innenseitig 6 cm Zellulose als Installationsebene.
Dachelemente: Sparren aus Dielen 4/30 cm,
innenseitige Dämmebene 10 cm Zellulose.
Dreifachverglasung
Kontrollierte Be -und Entlüftung
Restwärmebedarf wird über einen kleinen Kaminofen abgedeckt
energetische Kennzahlen
U-Wert sämtlicher Wand-, Boden- und Dachelemente <= 0,1 W/m²xK
Jahresheizwärmebedarf: 17 W/m² nach PHPP